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Author: Subject: Nachruf auf die Finnjet
Hinnerk
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[*] posted on 24-4-2006 at 10:39
Nachruf auf die Finnjet


Für mich ist die Finnjet eine Legende. Einfach deshalb, weil sie mich und meine Frau im Juni des Jahres 1977 erstmals, und damals noch ohne Kinder, nach Finnland brachte. Das Land hat uns dann so in seinen Bann gezogen, dass wir seitdem zwölf Mal in der schönen Einsamkeit finnischer Wälder und Seen unseren Urlaub verbrachten. Dabei fuhren wir nur einmal „fremd“ und wählten die Fährverbindungen Kiel-Göteborg, Stockholm-Helsinki. Das Schiff hat für uns etwas Vertrautes. Einige Unzulänglichkeiten hätte ich vermisst, wenn sie nicht mehr da wären, so z.B. die bei voller Fahrt hör- und spürbaren, auf und abschwellenden Vibrationen, die Glas- und Metallflächen erzittern oder Tabletts und Gläser auf den Theken klappern ließen. Spätestens nach der dritten Fahrt und Nächtigung im Ruhesessel oder Schlafsaal hätte ich wahrscheinlich nicht einschlafen können, wenn diese mir wohlvertraute Geräuschkulisse plötzlich ausgeblieben wäre. Apropos schlafen: Da wir lieber unser sauer verdientes Geld an Land ausgeben haben wir nach einer einmaligen Übernachtung in einer „C“-Kabine (später umbenannt in „Budget-Class“) nur noch den Schlafsessel, oder was auch ganz witzig war, den „Schlafsaal“ gewählt. Dafür wurde in den Sommermonaten der Konferenzsaal mit Doppelstockbetten versehen. Man kam sich vor, als schliefe man in der Verkaufsausstellung eines Möbelhauses. Diese Möglichkeit der Übernachtung hatten wir aber nur zweimal. Eigentlich schade, da mir die Schlafposition im Sitzen überhaupt nicht liegt. Aber noch mal zurück zu der „Budget-Class“: Es handelt sich dabei um einen Kabinentrakt unterhalb des Autodecks, d.h. unterhalb der Wasserlinie. Spätestens seit dem Estonia-Unglück 1994 konnte man in diesen Verliesen eigentlich nur noch Albträume haben. Jede dieser Schlafzellen war etwa 180 cm im Quadrat, wo das Kunststück gelungen ist, vier Betten unterzubringen. Wenn man mir sagt, wer das geplant und ausgeführt hat – den würde ich eine Woche in so einer Zelle einsperren. Der wäre danach reif für die Irrenanstalt! Jeweils zwei Betten befinden sich dort übereinander, alle vier miteinander „verschachtelt“ (ich kann´s nicht besser beschreiben). Bedingt durch die Zellengröße ist ein Bett nur etwa 180cm lang. So musste ich mit meinen197cm eine Embryonalhaltung einnehmen, wobei meine Beine wegen der zudem äußerst geringen Breite des Bettes seitlich 30cm aus dem Bett lugten. Einfach ätzend! Eigentlich hätte dieser Zustand Amnesty International auf den Plan rufen müssen! Da es sich bei dieser Unterbringungsart um Vierbettkabinen handelt, wurde beim Ticketverkauf schön nach Männlein und Weiblein getrennt, es sei denn, eine vierköpfige Familie buchte eine Kabine für sich. Da diese Sparkabinen überwiegend von jüngeren Publikum gebucht wurde, spielten sich da immer wieder lustige Szenen ab: Da viele Pärchen gern zusammenbleiben wollten, spielte sich unter Deck ein regelrechtes Tauschgeschäft ab. Somit liefen auch wir nicht Gefahr, uns „unter Tage“ zu verlieren. Lustig war´s auch bei den Sanitäranlagen. Für die Billigklässler standen –natürlich nach Geschlechtern getrennt- zwei Gemeinschaftsduschräume zur Verfügung. Getreu nach dem Motto: Wir machen alles gemeinsam, ließen es sich einige Pärchen nicht nehmen, auch gemeinsam zu Duschen. Nicht das ich mich etwa darüber aufregen will (meine Frau wunderte sich nur, dass ich so lange für´s Duschen brauchte).

Ach ja, dann gab es da ja noch die Rucksacktouristen, die, tagsüber über einer finnischen Landkarte hockend den letzten Feinschliff ihrer Wanderroute entlang des Bärenpfades am Kitjanjoki bzw. Oulankajoki erarbeiteten. Diese hartgesottene Spezies hatten scheinbar überhaupt keine Probleme mit ihrem Nachtlager. Wo sie auch gerade die Müdigkeit überkam wurde der Schlafsack ausgerollt. So waren einige beliebte Ecken des Schiffes des Nachts nur noch im Storchengang zu durchschreiten. Mitunter konnte man annehmen, dass man sich auf einem Flüchtlingsschiff befindet.

Ja, und dann war da doch das Restaurant mit dem tollen skandinavischen Buffet. Einfach sagenhaft, was da alles aufgefahren wurde. Leider hatte die Qualität und die Auswahl in den letzten Jahren jedoch merklich abgenommen. So wurde auch hier erkennbar, dass die Finnjet nur noch rote Zahlen einfuhr (eigentlich hat sie das während ihrer gesamten Dienstzeit getan). Wichtig war, sich gleich bei Ankunft an Bord in die Schlange der vor der Restauranttür wartenden Menschentraube zu begeben, um sich einen Platz für´s Büffet am Abend oder für Mittag des nächsten Tages zu reservieren. Wie so oft im Leben heißt es auch dort regelmäßig in der Saison: „Es tut mir leid, aber ich habe keinen Platz mehr“.

Übrigens: Wer zu den Pionieren der christlichen Finnjet-Seefahrt gehört erinnert sich vielleicht noch an ein Lied, was zumindest in den ersten beiden Jahren nach Indienststellung der Finnjet auf allen Decks zu hören war. Die damalige Finnlines, unter der das Schiff fuhr, ließ eigens für die Finnjet ein Lied komponieren, den "Finnjet-Valsen" (Finnjet-Walzer). Der war irgendwie ein regelrechter Ohrwurm. Die Platte wurde seinerzeit an Bord verkauft. Ich habe die sogar noch irgendwo. Ich werde sie mal suchen und schauen, ob ich eine mp3- Datei daraus machen kann. Ich stelle sie dann gern als Download trauernden Finnjet-Nostalgikern zur Verfügung oder versende sie auf Anfrage als Mailanhang. Da diese Platte käuflich nicht mehr zu erwerben ist, nehme ich an dass ich damit keine Urheberrechtsverletzung begehe.

Ja, und dann war da ja noch das Unglück gleich bei der ersten Überfahrt der Finnjet im Mai? 1977 von Finnland nach Travemünde. Beim Wende- bzw. Anlegemanöver in Travemünde rammte das Schiff den Kai. Unser erster Urlaub in Finnland war in Frage gestellt, weil überlegt wurde, ob das Schiff zwecks Reparatur zurück ins Trockendock muss. Gott sei Dank war das dann doch nicht notwendig. Und so konnten wir, gerade vier Wochen nach der Indienststellung der Finnjet unsere erste Ostseeüberquerung genießen.

Viele Finnen genossen diese Fahrt auf ganz andere Art und Weise, die ich bis dahin noch nicht kannte: Hochprozentiges aus Biergläsern oder direkt aus der Flasche genossen ließen einige Menschen aus dem Land der Mitternachtssonne alles um sich herum vergessen. Ich fragte mich, wie die, im Zielhafen angekommen, überhaupt weiterkamen.

Ja, ja, das ist nun alles Vergangenheit. Was uns Finnjet-Pionieren bleibt sind Erinnerungen und neue Fährverbindungen, die aber nicht im Entferntesten mit dem uns so vertrauten Flair der Finnjet konkurrieren können. Die neue „Superfast“ wirkt geradezu steril und unpersönlich; alles ist hier irgendwie zu glatt und perfekt. Zu einem echten Finnlandaufenthalt gehört eben das etwas einfachere. Eine Marktlücke wäre da vielleicht noch eine griechische Sklavengaleere. Stattdessen sind gleich mehrere neue Schiffe der Superluxusklasse im Bau, die in Bälde den Fährdienst Deutschland-Finnland aufnehmen sollen. Mir gefällt das gar nicht, weil die bis jetzt noch ruhigen Wälder und Seen der finnischen Sennplatte wohl bald von Pauschal-Touris erobert werden, die dann den letzten Elch ins nördlichste Lappland vertreiben. Robinson-Clubs mit Animation rund um die Uhr, Wasser- und Jetski in der bis jetzt noch unberührten Natur – ich könnte Albträume bekommen bei dem Gedanken!

Also lasst uns nicht an Morgen denken sondern lieber schwelgen in alten Erinnerungen aus der „guten alten Finnjet-Zeit“.
Liebe Finnjet, sei bitte nicht böse, wenn ich jetzt vielleicht nicht so ganz nett über dich berichtet habe. Es war nicht böse gemeint. So wie ich dich 28 Jahre kannte und liebte, mit allen Vorzügen und ein paar Unzulänglichkeiten, so werde ich dich in meiner Erinnerung behalten. Good by!




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Mathias
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Name: Mathias Saken

[*] posted on 26-4-2006 at 16:16


Danke für den "Nachruf" zur Finnjet.

Jaja, so war das. Ein paar Sachen wollte ich aber dennoch anmerken zur Budget Class. :grin: Deck 1 befindet sich z.B. NICHT unterhalb der Wasserlinie auch wenn das alle denken, sondern vielmehr genau dort. Mit anderen Worten, dort wo man die Füße hat ist in etwa auch die Meereshöhe. Die Kabinen sollten übrigens genau 2 m lang und breit sein und nicht 1,80m. Um eine Budget Kabine für sich zu buchen reichten auch 2 Leute aus.

Dass die Qualität des Buffets nachgenommen hat kann ich eigentlich nicht bestätigen, höchstens 2004 und 2005, nachdem das Schiff ja ein anderes Publikum bedienen sollte gefiel es mir auch nicht mehr soo gut aber immernoch machte das Speisen dort immer eine große Freude.

Superluxus-Klasse? Alle Schiffe die gegenwärtig und auch zukünftig auf der Finnland-Route fahren sind auf den Frachtverkehr ausgelegt, als RoPax-Schiffe bieten diese nicht einmal annährend die Möglichkeiten, die die Finnjet bot. Leider geht das Finnjet-Konzept in der heutigen Zeit nicht auf, weswegen sich die Passagiere mit RoPax-Fähren à la Superfast zufrieden geben müssen.

Ich glaube den Finnjet-Walzer kennen hier alle :) Der wurde 1997 zum Jubiläum an Bord als CD verkauft (und in den Anfangsjahren als Schallplatte). Das die CD/Platte nicht mehr im Handel erhältlich ist ändert meines Wissens nichts an den Urheberrechten, öffentliches Aufführen bzw. Anbieten zum Download fallen daher theoretisch weg (auch wenn ich ehrlich gesagt kaum glaube, dass es einen jucken würde... aber so darf man ja nicht denken ^^). Ich hab die Dinger aber in Deutsch und Finnisch (evtl auch schwedisch und englisch) als MP3s auf dem PC und könnte sie auch auf Anfrage verschicken.




Mathias Saken
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Hinnerk
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[*] posted on 3-5-2006 at 20:54


Ja, so kann man sich täuschen! Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich mich im Bereich der Budget-Kategorie unterhalb der Wasserlinie befinde. Aber du, Mathias, als jemand, der die Finnjet besser kennt , wirst Recht haben. Danke für die Richtigstellung! Aber eine Zelle ist es, nicht mehr und nicht weniger. Hmm... Zwei Meter soll sie im Quadrat sein? Ich weiß nicht... die Betten sind jedenfalls nicht so lang. Aber das ist natürlich alles subjektiv. Ein Mensch mit 170cm Körpergröße hat da natürlich nichts zu meckern. Ebenso ist´s natürlich mit dem Essen. Das Büfett war immer Klasse. in den ersten Jahren nur eben einen Tick besser und noch vielfältiger (insbesondere bei den warmen Gerichten). Ebenso subjettiv sind natürlich meine Ausführungen bzgl. der Vibrationen. Sie sind nun mal da, auch wenn Silja Line da irgendwann in den Neunzigern nachbessern ließ. Wer dann aber mal mit Moby Lines nach Korsika gefahren ist, wird die Vibrationen auf der Finnjet vielleicht gar nicht mehr wahrgenommen haben.

Fazit: Ich würde auch heute noch eine Finnjet-Passage nach FIN einer mit Superfast vorziehen, wenngleich mir die Direktverbindung ohne Umweg über Tallin bzw. Paldiski/Estland lieber wäre.




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meteor123
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[*] posted on 8-6-2011 at 02:06


remind consumers not to eat raw tomat led bulbs oes, cucumbers and lettuce leaves.
A LED lights ccording to authorities claim appear 180 degrees turn, local consumer confusion. They co one way valves nfused: what to safety, can eat? Lower Saxony'
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